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Sind Deos krebserregend?
Der menschliche Körper hat einige Bereiche, die er gezielt zum Ausscheiden von Giften nutzt, z.B. die Kniekehlen, den Bereich hinter den Ohren, den Bereich in der Leistengegend und in den Achselhöhlen.
Es ist wichtig, dass unser Körper über diese Bereiche den Schweiß - nämlich u.a. auch Gifte - absondert.
Meistens wird dies durch so genannte Deos und Antitranspirants verhindert, denn wer schwitzt schon gerne?
Es gibt viele Mythen die besagen, dass Deos, welche Parabene enthalten, Brustkrebs hervorrufen... doch was ist an diesen Aussagen wirklich dran?
Faktum ist, dass Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte streng im Gesetz geregelt sind. Die Bewertung der Inhaltsstoffe nehmen die EU-Kommission und ein Beratungskommitee, nämlich die SCCP (Scientific Committee on Consumer Products) vor.
Parabene, von denen so oft geredet wird, sind Konservierungsstoffe, die schon seit fast 100 Jahren im Einsatz sind.
Diese werden aber nicht nur in der Herstellung von Kosmetika verwendet, sondern auch bei Wurst oder Fertiggerichten.
2004 kam der erste Verdacht auf, dass diese Parabene krebserregend sein könnten, da der Stoff in einem Brustkrebstumorgewebe wieder gefunden wurde.
Die Deutsche Krebshilfe ließ das nicht auf sich sitzen und überprüfte diese Stoffe haargenau, bis endlich die Entwarnung durchgegeben wurde, dass sie keinerlei tumorfördernde Wirkung haben.
Bewirkt hat das Ganze, dass 96% aller Deodorants keine Parabene mehr enthalten, die restlichen 4% finden sich in Markenprodukten, die von Frauen bevorzugt werden.
Wichtig: Parabene sind auch in Babylotionen, Babypflegetüchern und Cremen enthalten.
Naturkosmetikhersteller sind natürlich gegen den Konservierungsstoff, da sie kein Risiko eingehen wollen und lehnen daher Parabene vehement ab.
Derzeit finden Debatten um das so genannte Rosenöl statt, denn dieses enthält wie Basilikum, Anis, Lorbeer oder Fenchel den Stoff Methyleugenol zu ca. 2 %.
Mit diesem Stoff wurden Tierversuche durchgeführt und dadurch wurde bekannt, dass er als krebserregend einzustufen ist. Seitdem darf dieser Stoff nur zu 0,01% in Kosmetika enthalten sein.
Viele Experten sind der Meinung, dass dieser Versuch nicht ordentlich durchgeführt wurde und dass es dehalb zu diesem Ergebnis gekommen ist, weil verunreinigtes Methyleugenol in hohen Dosen an Mäusen verfüttert wurde.
Viele machen die Aussage: "Wenn Basilikum so schädlich ist, dann müsste ganz Italien schon an Krebs gestorben sein!"
In Brüssel hingegen ist man anderer Ansicht, denn hier wird es zum "Schutz" nur mehr synthetische Rosenöle geben.
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