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Sauerstoff- das wichtigste Element der Erde. Viele Tiere und eigentlich alle Menschen benötigen ihn, um leben zu können.
Atmen passiert grundsätzlich automatisch. Wenn wir ruhig und gleichmäßig atmen, sind wir gut drauf; wenn wir keuchen und hecheln, sind wir im Stress.
Doch das passiert, wie gesagt, ganz automatisch. Oder keuchen Sie etwa lange Zeit ganz bewusst, wenn es Ihnen nicht gut geht und Sie unter Stress stehen? Wohl kaum.
An das Atmen denken wir nicht - wir tun es einfach. Doch das Atmen ist der wichtigste Zugang zur optimalen Leistungsfähigkeit, was bedeutet, dass man nur bei richtiger Atmung die volle Leistung erbringen kann.
Atemloser Stress. Die Atmung wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, genauso wie die Feinmotorik. Daraus folgt, dass die Feinmotorik automatisch stimmt, wenn die Atmung stimmt. Der psychische Stress und der Leistungsdruck sind die beiden größten Störenfriede der Atmung.
Es ist wie beim Urmenschen damals: sobald Gefahr droht, reduziert der Körper einige Muskelfunktionen, um die ganze Kraft für die Flucht einsetzen zu können - bzw. in heutiger Zeit für die verlangte Hochleistung.
Dies führt automatisch zu einer keuchenden und hechelnden Atmung, denn der Körper hat einfach keine Zeit mehr, um rythmisch zu atmen.
Diese Pressatmung sorgt dafür, dass im Körper schon nach kurzer Zeit ein Energiemangel auftritt, weil dem Körper nicht genug Sauerstoff zugeführt wird. Fazit: Kondition, Konzentration, Feinmotorik und die Leistungsfähigkeit sinken -> BLACKOUT.
Gefürchtet wird es fast überall, sei es im Sport, bei Prüfungen oder in der Arbeit, jedenfalls überall dort, wo unsere Topleistungen gefordert werden.
Zu erkennen ist, dass Atmung nicht nur da ist um dem Körper Sauerstoff zuzuführen, sondern dass sie genauso auch eine mentale Funktion hat. Denn so kann man die Atmung einsetzen um eine Leistungssteigerung zu erzielen.
Man muss diese Atemtechnik aber genauso trainieren wie Kondition, Kraft oder Technik.
Richtige Atemtechnik. Schon viel früher erkannte man die Kunst des richtigen Atmens. Heute wurde sie neu entdeckt. Vor allem Tai-Chi oder Qi Gong arbeiten mit Atemtechniken. Diese Techniken versprechen auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Nun einige Tipps mit denen Sie eine gute Atmung überprüfen können.
- Tipp 1: Tiefe Bauchatmung, I
Das ist die erste Basisübung für Einsteiger um die grundlegende Atemtechnik kennen zu lernen. Legen Sie sich auf den Rücken und plazieren sie die Hand so auf dem Bauch, dass der Daumen genau auf dem Nabel liegt. Atmen Sie nun tief ein und aus, sodass sich die Hand deutlich hebt und sinkt.
- Tipp 2: Tiefe Bauchatmung, II
Verstärken können Sie die tiefe Bauchatmung indem Sie beim Einatmen die Zungenspitze hinter den Zähnen an den Gaumen pressen. Lassen Sie beim Ausatmen die Zunge wieder locker.
Der Grund dafür ist, dass dort ein Akupressurpunkt sitzt, der eine beruhigende Wirkung erzielt.
- Tipp 3: Gehen und atmen, I
Gehen sie abwechselnd drei bis vier Schritte und atmen Sie währenddessen durch; gehen Sie danach fünf bis sechs Schritte und atmen Sie durch. Diese unterschiedliche Schrittzahl erfordert es, etwas schärfer einzuatmen und langsamer auszuatmen.
- Tipp 4: Gehen und atmen, II
Gehen Sie drei Schritte und atmen Sie durch die Nase kurz und schnell ein, während Sie mit dem Fuß auftreten. Atmen Sie beim vierten Schritt zweimal kurz und schnell durch die Nase aus und beim fünften Schritt atmen Sie einmal durch die Nase aus. Beginnen Sie nun wieder von vorne mit den drei Schritten. Achten Sie darauf dass beim Auftreten der ganze Fuß ganz bewusst von der Ferse bis zu den Zehen abgerollt wird, denn auch dadurch werden Akupressurpunkte an der Fusssohle aktiviert.
- Tipp 5: Sitzen und atmen, I
Setzen Sie sich hin und atmen Sie ruhig und gleichmäßig, dies kann auch perfekt in der Schule oder im Büro durchgeführt werden. Achten Sie darauf, dass beim Ausatmen das Gesäß mehr Kontakt zur Sitzfläche bekommt und der Rücken mehr Kontakt mit der Rückenlehne.
- Tipp 6: Sitzen und atmen, II
Verstärken können Sie die vorhergehende Übung indem Sie einen Punkt in weiterer Ferne fokussieren (z.B. durch einen Blick durchs Fenster).
- Tipp 7: Professionelle Schulung
Es empfiehlt sich die richtigen Atemtechniken von Profis zu lernen, um diese dann auch wirklich in jeder Situation erfolgreich einsetzen zu können. Das Ergebnis ist absolut positiv für die Leistungsfähigkeit.
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