Die Laufsucht
Nicht nur von Zigaretten, Alkohol oder anderen Sachen kann man süchtig werden, sondern auch vom Sport, insbesondere dem Laufen.
Eine Sucht ist grundsätzlich eine Krankheit, aber gibt es das denn wirklich?
Manchmal mag es einem so vorkommen als wären ca. 40 000 Menschen laufsüchtig, die einen fast 43 km langen Marathon auf sich nehmen, denn immerhin ist das eine ganze Runde um den Wörthersee.
Wer diese Strecke bewältigt ist in manchen Augen ein "Held", viele bezeichnen das aber auch als "krank".
* Doch wie wird Sucht definiert?
Sucht ist ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen zu konsumieren, laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Süchtige wollen eigentlich nur, dass die Substanz - die Zigarette zum Beispiel - sofort Wirkung zeigt. Im Gegensatz dazu zeigt der Adrenalinstoß beim Laufen erst nach einer halben Stunde seine Wirkung.
Deshalb ist das Laufen keine "wirkliche" Sucht bzw. Krankheit.
* Wo liegen die eigentlichen Grenzen zwischen Bewegungsdrang oder Zwang?
Wenn jemand über Stunden hinweg joggen geht, um sich auf einen Marathon vorzubereiten ist das sinnvoll und keine Sucht. Genauso wenn jemand seinen Trainingsplan verwirklicht, um eine bessere Kondition aufzubauen, spricht man keineswegs von Sucht.
Eine generelle Grenze zu ziehen ist schwer und bleibt deshalb jedem selbst überlassen.
* Taucht ein Entzugsgefühl auf?
Ein anderes Merkmal um eine Sucht erkennen zu können, ist zu definieren welches Gefühl man spürt wenn man nicht läuft. Ist es eine reine Entzugserscheinung und geht es einem ab oder ist es aus reinem Bewegungsdrang?
Grundsätzlich kann man durch bestimmte Verhaltensweisen auf eine Art "Sucht" schließen, vor allem dann wenn das Verhalten nicht mehr lustvoll ist, sondern nur dazu dient um angstvolle Gefühle niedrig zu halten.
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