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Was macht schlank? Auf diese Frage bekommt man natürlich meist die Standardantworten wie Sport oder richtige Ernährung zu hören. Doch es gibt Studien, die beschäftigen sich mit ausgefalleneren Schlankheitsfaktoren und kommen dabei auf sehr interessante Ergebnisse. Oftmals fragt man sich wer überhaupt auf die Idee kommt darüber eine Untersuchung durchzuführen … Jedoch steckt doch meist mehr als ein Körnchen Wahrheit in Ihren Resultaten. Hier findet man Beschreibungen zahlreicher verschiedener „Schlank-Studien“, welche in den letzen Jahren publiziert wurden:
1. Bergluft macht schlank
Einer Studie der Universitätsklinik München zufolge kann die Bergluft allein beim Abnehmen helfen da durch den niedrigeren Sauerstoffgehalt in den Bergen der Appetit gezügelt werde. Die Probanden, 20 übergewichtige Männer, haben eine Woche in einer Forschungsstation auf der Zugspitze (2962 m) verbracht. Nach Ende des Experiments hatten die Teilnehmer durchschnittlich um 1,5 Kilo abgenommen und ihre Blutdruck- und Blutzuckerwerte haben sich verbessert, so der Leiter der Untersuchungsgruppe, Ernährungsmediziner Florian Lippl. Während des Aufenthaltes durften weder die Ess- noch Bewegungsgewohnheiten (zB Wandern war verboten) verändert werden. Geplante Folgestudien zB mit einer Kontrollgruppe im Tal sollen nun weiter die Ergebnisse untermauern.
2. Lachen macht schlank
Laut einer Studie der Vanderbilt Universität (Nashville, Tennessee) bringen 10 bis 15 Minuten echtes und herzhaftes Lachen am Tag über das Jahr gesehen einen Gewichtsverlust von durchschnittlich zwei Kilogramm. Durch Lachen verbrennt der Mensch 20 Prozent mehr Kalorien als sonst. 10 bis 15 Minuten am Tag sind demnach 50 Kalorien, erklärt Untersuchungsleiter Maciej Buchowski. Das entspricht ca. zehn Gramm Schokolade. Durchgeführt wurde die Studie indem 90 Personen Comedy-Clips vorgeführt wurden. Lachen ist also nicht nur für die Seele und Psyche gut, sondern auch für die Figur. Dem sei noch hinzuzufügen, dass gekünsteltes Lachen nicht annähernd so viele Kalorien verbrennt.
3. Scharf macht schlank
Mehrere Studien haben sich bereits dem Thema angenommen, dass die Chilischote angeblich schlank machen soll. Die erste Studie der Chung-Hsing Universität in Taichung (Taiwan) beschäftigte sich mit dem Chili-Inhaltsstoff Capsaicin, der für die Schärfe verantwortlich ist. Des Weiteren sorgt er laut Untersuchung auch dafür, dass die Vorläuferzellen von den normalen Fettzellen quasi den Zelltod sterben, wenn sie höheren Dosen von Capsaicin ausgesetzt sind. Eine weitere Studie der Universität von Tasmania (Australien) beschäftigte sich mit der Auswirkung von Chilikonsum auf den Insulinspiegel, wobei sich 36 Testpersonen einer 4-wöchigen Diät unterzogen haben. Die anschließenden Ergebnisse zeigten deutlich, dass durch den Verzehr von Chili der Insulinspiegel niedriger ist. Ein höherer Insulinspiegel bremst die Fettverbrennung und begünstigt die Fetteinlagerung. Demnach hat Chili positive Effekte auf unseren Stoffwechsel. Außerdem - was man dem noch hinzufügen sollte - scharfes Essen bremst generell meist den Appetit und man isst langsamer. Dazu nachfolgend mehr:
4. Langsam essen macht schlank
Wer langsam ist, wird mit weniger Kalorien satt! Eine qualitative Untersuchung griechischer und englischer Ernährungsmediziner hat nachgewiesen, dass je mehr Zeit man sich für die Nahrungsmittelaufnahme nimmt, desto deutlicher sind Sättigungssignale aus dem Darm und desto weniger essen wir. Demzufolge macht langsam essen schlank und die Mutti hatte recht mit „Schling das Essen nicht so runter und kau es besser!“ Die Forscher gaben ihren Probanden (17 Männer) an zwei Tagen je eine exakt abgemessene Portion Eiscreme. An einem Tag mussten sie das Eis innerhalb von fünf Minuten verspeisen, am anderen Tag hatten sie dafür 30 Minuten Zeit. Danach wurde ihnen über einen Zeitraum von dreieinhalb Stunden nach dem Essen regelmäßig Blut abgenommen, aus dem Verdauungshormone analysiert wurden. Dabei wurde herausgefunden, dass nach dem langsamen Verzehr appetitzügelnde Darmhormone über einen längeren Zeitraum und in verstärktem Maße ausgeschüttet wurden als bei hastigem Essen. Einer amerikanischen Studie zufolge sendet unser Körper erst nach 15 bis 20 Minuten Essen das Signal zum Sättigungsgefühl. Schnelle Esser haben in dieser Zeit natürlich schon viel mehr zu sich genommen, zusammengezählt ergibt das rund 70 Kalorien am Tag!
5. Bus- und Bahnfahren macht schlank
Wer regelmäßig Bus und Bahn fährt, bleibt eher schlank und nimmt leichter ab. Je mehr Straßenbahnen und Busse in einer Stadt unterwegs sind, desto schlanker und gesünder sind deren Bewohner. Zu diesem Fazit kamen Forscher von zwei Universitäten im US-Staat Pennsylvania und die amerikanische Denkfabrik Rand (Research and Development), welche für die Studie auf den öffentlichen Nahverkehr umgestiegene und autofahrende Berufspendler ein Jahr lange beobachtet haben. Die Ergebnisse sind eindeutig: Im Vergleich zu den Autofahrern nahmen die Bus- und Bahnfahrer durchschnittlich drei Kilogramm ab. Der Grund ist simpel mehr Bewegung durch den Weg zur Haltestelle und die eventuellen Sprints zum noch wartenden Bus.
6. Kaugummi kauen macht schlank
Laut einer Studie der renommierten Mayo-Klinik in den USA nimmt man durch Kaugummi kauen ab. „Wer tagsüber kalorienfreien Kaugummi kaut und sonst nicht weniger isst, kann im Jahr mehr als fünf Kilo Körpergewicht abbauen,“ erzählt der Leiter der Studie, James Levine. Rein durch die Anstrengung der Kaumuskulatur erhöhe sich die Stoffwechselrate um bis zu 20 Prozent. Pfefferminzkaugummi ist dabei besonders zu empfehlen, da durch den Minzgeschmack zusätzlich der Appetit auf andere Gaumenfreuden deutlich abnimmt. Außerdem kann Kaugummikauen stressmindernd wirken und die Konzentration erhöhen. Wichtig: Der Kaugummi sollte zuckerfrei sein!
7. Mandeln machen schlank
Eine Studie an der Purdue-Universität in West Lafayette, USA, hat herausgefunden, dass eine Handvoll Mandeln (ca. 60 g) pro Tag den Appetit auf andere Nahrungsmittel reduziert. Vor allem Kohlenhydrate kann man gut durch einen Mandel-Snack ersetzen. „Viele im Gesundheitswesen Beschäftigte haben dennoch gezögert, Mandeln als tägliche Zwischenmahlzeit zu empfehlen, weil sie ein verhältnismäßig kalorienreiches Nahrungsmittel sind und zur Gewichtszunahme beitragen könnten. Unsere Studie stellt diese Annahme in Frage.“ so der Koautor der Studie, Rick Mattes. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die Kalorien aus Mandeln kompensiert werden, indem die Aufnahme von anderen Nahrungsmitteln reduziert wird, ein Teil des in den Mandeln enthaltenen Fettes durch den Körper wandert, ohne verdaut zu werden und sich der Ruheenergieumsatz erhöht.
8. Sonne macht schlank
In einer Studie der Universität von Minnesota untersuchten Wissenschaftler, ob der Vitamin D-Spiegel im Blut bei Beginn und am Ende einer Diät einen Einfluss hat auf den Erfolg. 38 übergewichtige Frauen und Männer wurden bei ihrer Diät über 11 Wochen beobachtet und sowohl der Vitamin D-Spiegel im Blut als auch die Fettverteilung im Körper gemessen. Dabei zeigte sich, dass es eine direkte Verbindung von Vitamin D und Gewichtsabnahme gibt. Demnach sollte man, wenn man abnehmen und schlank werden will, neben einer vernünftigen Diät auch auf die Sonne setzen um überschüssige Kalorien leichter zu verlieren.
9. Treppensteigen macht schlank
Klar, dass man beim Treppensteigen mehr Kalorien verbraucht- aber jetzt ist es auch statistisch erwiesen! Laut einer Studie verbessert man durch regelmäßiges Treppensteigen nicht nur die Fitness sondern verringert auch den Hüftumfang, Körpergewicht, Fettanteil am Gewebe, diastolischen Blutdruck und LDL-Cholesterin. 77 Mitarbeiter der Universität Genf mussten zu Studienzwecken zwölf Wochen lang auf den Lift verzichten und Treppen steigen. Dabei verbesserte sich nicht nur die Sauerstoffaufnahme und die aerobische Kapazität, es verringerte sich außerdem der Hüftumfang der Teilnehmer durchschnittlich um 1,8 %, das Gewicht um 0,7 % und die Fettmasse um 1,7 %.
10. Küssen macht schlank
Küsse und Bussis machen nicht nur glücklich, sondern laut dem spanischen Psychiater und Wissenschaftler Jesus de la Gandara auch schlank. Bei jeder dieser kleinen Intimitäten würden im Schnitt zwölf Kalorien verbrannt. Das kommt wohl auch daher, dass man bei jedem Küsschen bis zu 36 Muskeln aktiviert! Dabei zählen nicht nur Lippenbekenntnisse von Liebespaaren sondern auch Wangenküsschen, die in Teilen der Gesellschaft bei der Begrüßung und bei der Verabschiedung ausgetauscht werden. „Der Kuss trägt entsprechend nicht nur zur körperlichen, sondern erst recht zur seelischen Fitness bei“, sagt Gandara und rät uns zu „mehr Mut zum Küsschen“.
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